Analyse zu den Flottenzulassungen

Analyse zu den Flottenzulassungen


Für 2017 wird dank einer anhaltend positiven Konjunktur ein positives Ergebnis bei den tatsächlichen Flottenzulassungen erwartet. Das Wachstum wird sich allerdings abschwächen, da bereits in den letzten beiden Jahren die Flottenzulassungen deutlich zugelegt hatten. Die Flotten bleiben somit ein wichtiger und stabilisierender Faktor für die heimische Automobilwirtschaft.

Konjunktur stark mit Flottenzulassungsentwicklung verbunden

Ob Unternehmen tatsächlich über das absolut notwendige Maß hinaus in ihren Fuhrpark investieren, ist naturgemäß eng mit den wirtschaftlichen Aussichten und zukünftigen Erwartungen des Unternehmens verknüpft. Dies zeigt sich auch bei einer Analyse über die Jahre 2006 bis 2016, wo festzustellen ist, dass die Zahl der Flottenzulassungen den Trend der Entwicklung des BIP vorwegnimmt. Ein Fallen bzw. Steigen der Zulassungen war in den vergangenen Jahren bereits ein Jahr vor einem Abschwung des BIP zu sehen. Insofern sind die Konjunkturprognosen für 2017 und 2018 von WIKO und IHS, die allesamt kontinuierlichen Zuwachs in der Größenordnung zwischen 1,5 und 2 Prozent sehen ein positives Signal für die Automobilwirtschaft. Tatsächlich sind 2017 die echten Flottenzulassungen, also betriebliche und betrieblich genutzte Zulassungen ohne Vermietung und  Kurzzulassungen – die wandern ja größten Teils als junge Gebrauchte in den Privatmarkt – im Aufschwung, und das sollte auch weiterhin so bleiben. Trotz der positiven Vorzeichen erwarte ich eine Abflachung der Steigerungskurve, da bereits in den letzten beiden Jahren am Flottenmarkt große Steigerungsraten festzustellen waren. Dennoch unter dem Strich werden wir einen wachsenden Flottenmarkt sehen.

 

CO2 sinkt und Leistung steigt – SUV auch in der Flotte erfolgreich

Vieles hat sich in den letzten 10 Jahren verändert. So ist nicht nur der durchschnittliche CO2 Ausstoß der in der Flotte eingesetzten PKW um fast ein Drittel geringer geworden, während gleichzeitig die Leistung der Fahrzeuge um 26% gestiegen ist. Auch bei der Art der in der Flotte gekauften Fahrzeuge gab es große Verschiebungen, die parallel zum Privatmarkt stattgefunden haben. Besonders auffallend ist der Aufstieg der kleinen und mittleren SUV, deren Anteil seit 2006 von 2,7% auf 12,8% im Jahr 2016 stieg, was angesichts von SUV hemmenden Anschaffungsrichtlinien umso überraschender ist. Dennoch weiteres Potenzial für die SUV ist vorhanden.

 

BMW IM PKW Bereich neu in den TOP 5

Auch in der Markenwelt der Flotten gab es Verschiebungen seit den Jahr 2006. BMW konnte hier in die Top5 ein- und sogar auf Platz 2 aufsteigen, während Opel aus den Top 5 hinausgefallen ist. VW bleibt trotz Verlusten (im Marktanteil) über die letzten 10 Jahre auf der Nummer eins Position. Im LCV Bereich haben der Vierte und der Fünfte die Plätze getauscht, wobei hier Fiat die Marke ist, die sich im Ranking verbessern konnte. Von 2015 auf 2016 war Ford der große Gewinner mit den größten Zuwächsen innerhalb der Top Flottenmarken sowohl bei PKW als auch bei LCV. Das Flottenthema wird in den nächsten Monaten ein sehr spannendes bleiben, da mit Einführung des neuen Prüfzyklus WLTP die Branche tiefgreifende Veränderungen erfahren wird, die sich bestimmt auch auf die Anschaffungen in der Flotte auswirken werden.

 


Ähnliche Artikel