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21.02.2014

Mit 1. März 2014 tritt die Änderung von NoVA und motorbezogener Versicherungssteuer in Kraft. Nachdem zunächst das Wegfallen der Deckelung der NoVA für einen großen Aufschrei in der Branche geführt hatte ist es in den Branchenvertretern in unermüdlichem Verhandlungen gelungen, die Auswirkungen der NoVA etwas abzumildern. An der grundsätzlichen Mehrbelastung der Autofahrer kann das freilich nichts mehr ändern, das Ausmaß der Mehrkosten konnte aber immerhin leicht gesenkt werden.

NoVA neu - beschlossene Inhalte
Die Anpassung der Normverbrauchsabgabe (NoVa) tritt ab 1. März 2014 in Kraft. Für Fahrzeuge, die bis 16. Februar zugelassen wurden und die bis 30.09.2014 an den Endkunden übergeben werden gilt noch die alte NoVA. Auch Lagerfahrzeuge können bis 28.2. noch zu alten Konditionen verkauft werden. Die stark vereinfachte Ermittlung der NoVA über “Steuersatz in % = (Co2 - 90g) / 5″ blieb erhalten, die Deckelung wurde nun wieder eingeführt mit 32%. An den Abzügen wurden noch Veränderungen und Vereinheitlichung durchgeführt (Details siehe www.eurotaxpro.at/nova).

Lada und Corvette - eine unerwartete Gemeinsamkeit
Normalerweise würde man nicht an Gemeinsamkeiten denken wenn man sich die Marken Lada und Corvette vergegenwärtigt. Die NoVA Änderung führt aber teils zu skurrilen Ergebnissen, eines davon ist, dass ausgerechnet diese beiden Marken beim rechnerischen Bruttoneupreis im Durchschnitt am stärksten von der NoVA Änderung profitieren. Die Berechnung basiert auf den Vorjahres-Neuzulassungen und zeigt wie kontrovers die neue Regelung betrachtet werden kann. Allerdings haben weder Lada noch Corvette signifikante Zulassungszahlen.

Für die wesentlichen Volumenmarken ergibt sich folgendes Bild:

nova_bruttopreise_nachmarken

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Die Top 10 Marken machen zusammen fast 70% des Neuwagenmarktes aus. Auch nach der aktualisierten Regelung ergibt sich also eine massive und breite Mehrbelastung für die Autokäufer. Diese liegt auf Basis Vorjahreszulassungen bei rund 82,3 Mio Euro oder rund 260,- Euro pro Fahrzeug.
Es gibt nur 5 Marken, die im Durchschnitt nicht mit Mehrbelastung konfrontiert sind, das sind die bereits erwähnten Lada und Corvette sowie Dacia, Lancia und Peugeot. Das Beispiel Peugeot zeigt aber, dass die Streuung innerhalb der Marken sehr stark ist. Insgesamt ergibt sich für Peugeot zwar ein rechnerischer Bruttoneupreisrückgang von 0,1%, trotzdem wird fast die Hälfte der Fahrzeugtypen teurer.

Segmente - klare Linie, aber starke Streuung
Die Auswirkungen auf die einzelnen Fahrzeugsegmente wirken in sich stimmig, Klein- und Stadtwagen werden deutlich weniger belastet als Luxusfahrzeuge und Sportwagen. Das zulassungsstärkste Segment der unteren Mittelklasse ist sogar im Durchschnitt homöopathisch günstiger (rund 10 Euro pro Fahrzeug). Allerdings ist die Streuung innerhalb der Segmente sehr stark.

nova_bruttopreise_nachsegmenten

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Heiko Haasler, Generaldirektor von Eurotax Österreich sagt dazu: “Obwohl der hartnäckige Einsatz der Branchenvertreter die Höhe der NoVA jetzt noch abfedern konnte, bleiben die Auswirkungen auf den größten Teil der Fahrzeugmodelle spürbar. Die immerhin noch brisanten Mehrkosten von rund 82,3 Mio. Euro oder 260,- EURO pro Fahrzeug, werden sich aber weiter reduzieren, wenn Käufer jetzt anfangen sich wie beabsichtigt auf CO2 günstigere Fahrzeuge umzustellen.
Wie schnell das passiert, werden wir sehen, wenn die Hersteller/Importeure die Preislisten in den nächsten Wochen neu gestalten ? die ersten Neupreise sind schon bei der Eurotax eingetroffen.”

Eurotax
Eurotax (Eurotax Österreich GmbH) ist Teil der EurotaxGlass?s Gruppe, Europas führendem Anbieter von Informationen, Daten, Publikationen und Dienstleistungen rund um Fahrzeuge aller Art. Eurotax schafft mit aktuellen, unabhängigen Daten Markttransparenz für die gesamte Automobilbranche.